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Fairer Handel

Fairer Handel

Niem-Handel wurde 1994 gegründet mit dem Ziel, fair gehandelte Rohstoffe des indischen Niembaums (Azadirachta indica) aus Entwicklungsländern nach Deutschland zu importieren und zu vermarkten. In den Entwicklungsländern wurde von Anfang an die Zusammenarbeit mit bäuerlichen Genossenschaften und Entwicklungshilfeorganisationen gesucht.

So entstand eine enge partnerschaftliche Kooperation mit der Umweltsstiftung FAMA in der Dominikanischen Republik. Mit ihr zusammen haben wir eine Reihe von Produkten entwickelt die heute das Kernstück unserer Sortimente bilden:

Das Einflussgebiet der Stiftung liegt im Südwesten der Dominikanischen Republik, eine wüstenähnliche Region, die durch intensive landwirtschaftliche Nutzung stark verändert wurde. Wegen des fehlenden Wassers und der schlechten Bearbeitungspraktiken sind die Erträge in der Landwirtschaft gering und ständig gefährdet. FAMA ging aus einem ehemaligen Deutschen Entwicklungshilfeprojekt hervor, das sich für die Verbreitung des Niembaums in der Dominikanischen Republik erfolgreich einsetzte. In einer kleinen Baumschule zog man viele tausend Setzlinge, die an die Bauern verteilt wurden. Mittlerweile sind die Bäume herangewachsenen und ermöglichen in ihrem Schatten das Wachstum anderer Pflanzen.
Der wesentliche Vorteil liegt wohl in der mit der Verbreitung des Niembaums einhergehenden Verfügbarkeit der Niembaumsamen. Aus ihnen läßt sich auf einfache Weise ein preiswertes bzw. kostenloses Schädlingsbekämpfungsmittel herstellen. Für die Bauern vor Ort bedeutet dies eine größere Unabhängigkeit von den oft sehr teuren und giftigen synthetischen Insektiziden. Zudem wird die überschüssige Menge von FAMA für die Herstellung der Niemrohstoffe und -produkte zu sozial-fairen Preisen aufgekauft.

Weitere Niemrohstoffe beziehen wir von einem kleinen Familienbetrieb aus Südindien. Dies ist eine der Ursprungsregionen des Niembaums und dieser ist dort allgegenwärtig. Hier werden die Niembaumsamen traditionell von Kleinbauern und der Landbevölkerung gesammelt. Unser Partner fährt in der Erntezeit von Dorf zu Dorf und kauft die benötigte Menge für ein Jahr auf. Hauptkriterium ist hier die Qualität der Samen, die letztendlich für die Qualität der Produkte und Rohstoffe ausschlaggebend ist. Durch die jahrelange Arbeit ist so ein enges Beziehungsgeflecht zu den Niemsamensammlern entstanden, die für ihre gute Arbeit eine faire Bezahlung erhalten.

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